Rezension: Kalypto - Die Herren der Wälder

Rezension: Kalypto - Die Herren der Wälder



KALYPTO - Die Herren der Wälder
 - Tom Jacuba - Taschenbuch
Quelle: lübbe
Buchinfos:

Autor: Tom Jacuba
Seitenzahl: 560
Verlag: Bastei Lübbe

Kalypto-Trilogie,
Band 1 von 3

Preis TB: 12,99€
Preis eBook: 9,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:


Klappentext

Der junge und impulsive Lasnic, Angehöriger des Waldvolks, kann es nicht glauben: Ausgerechnet er wurde von der Ratsversammlung zum Waldfürsten berufen! Kurzentschlossen packt er seine Sachen und flüchtet vor der Verantwortung, ohne zu ahnen, dass er in ein viel größeres Abenteuer hineinstolpert. Denn im Verborgenen naht eine Gefahr, die alle freien Völker bedroht: Die Magier des vor Jahrtausenden untergegangenen Reichs Kalypto sind wieder erwacht - und sie schicken vier Späher aus, um das Volk zu finden, das sich am besten zur Versklavung eignet.


Meine Geschichte zum Buch:

Ich habe das Buch durch eine Leserunde auf LovelyBooks gewonnen, vielen Dank dafür.
Der Autor Tom Jacuba hat die Leserunde begleitet, und das war mal was Neues :-)

Meinung
Idee/Handlung
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt - im Buch ist gleich eine schöne Karte vorhanden - und handelt um die 3 Hauptpersonen Lasnic, Catolis und Ayrin.
Catolis, eine Magierin, stammt aus dem untergegangenen Reich Kalypto und soll zusammen mit 3 anderen Magierern das beste, überlegenste Volk ermitteln, um das zweite Kalypto zu errichten.
Im ersten Teil des Buches, es ist in drei Teile gegliedert, lernt man die Protagonisten kennen, ihre Kindheit, ihren Charakter und somit auch die verschiedensten Völker. Durch Ayrin das Königreich Garona, durch Lasnic die Waldstämme und durch Catolis Sicht lernt man die Tarkaner kennen. Ich fand die Idee sehr genial. Es ist sehr genau herausgearbeitet und ich hatte die Welt die ganze Zeit vor Augen. Auch fand der Fantasy-Aspekt einen schönen Platz und wurde sehr gut herausgearbeitet.
Dann im zweiten Teil nimmt die Geschichte etwas an Fahrt auf, denn die Magie durch das ERSTE MORGENLICHT (so wird die Magie genannt) kommt ins Spiel. Durch Ringe, die jeder der vier Zauberer praktisch einem "Champion" seines gewählten Volkes gibt, altern die Menschen schnell und können sogar direkt zu Staub zerfallen. Ich finde, hier kam auch endlich etwas Spannung ins Spiel. Dennoch hat es mich nicht richtig in seinen Bann ziehen können.
Dann später fand ich es sehr interessant, als verschiedenste wichtige Charaktere aufeinandertrafen, so kam auch Spannung auf. Ebenso sind die Ereignisse am Ende sehr actionreich und haben mich dort richtig gepackt.
Das Ende ist irgendwie perfekt, ich hätte es mir nicht anders gewünscht. Es ist irgendwie traurig, hat aber auch Hoffung, und vor allem bietet es viel Potenzial für den nächsten Teil, der im Januar 2016 erscheint.

Schreibstil
Ja, hieran lag's, glaube ich, dass ich sehr lange gebraucht habe. Es wird immer unterschiedlich aus der Sicht von Ayrin, Catolis und Lasnic geschrieben.
Der Schreibstil ist jetzt nicht schlecht. Er ist aber sehr beschreibend, was die Seiten schon irgendwie in die Länge gezogen hat. Klar ist das wichtig bei einer fiktiven Welt, doch trotzdem war es dadurch irgendwie langatmig.
Wiederum hat mir gefallen, dass der Erzähler sehr direkt und unbeschönend erzählt hat, d. h. fette Frauen wirklich fett waren oder dass Sex sehr direkt beschrieben wird.
Ich fand das mal was Anderes, und dadurch hebt sich der Stil schon definitiv ab.
Außerdem konnte ich mich immer gut in die Protagonisten hineinversetzen.

Charaktere
Lasnic ist ein junger, leicht zu reizender Mann. Man hat praktisch schon im ersten Satz eines neuen Abschnittes gewusst, dass er jetzt drankommt, er ist irgendwie sehr individuell.
Mir hat er gut gefallen, und vor allem habe ich aus seiner Sicht am liebsten gelesen.
Ayrin ist die Tochter der Königin Belice von Garona. Man lernt sie schon mit 8 kennen, und ich persönlich mochte sie am Liebsten von den Charakteren, trotzdem habe ich "nur" am zweitliebsten aus ihrer Sicht gelesen. Später wirkt sie geradezu verbittert, doch ich kann ihren ganzen Frust wegen des Königreichs und ihrer jüngeren Halbschwester verstehen.
Lauka, eine rothaarige, hübsche und vollbusige junge Frau, ist die Halbschwester. Sie hat schon von Anfang etwas Verrücktes, Abgedrehtes an sich. Dies wird schon so vermittelt, da aus Ayrins Sicht Lauka die Schuld an dem Tod ihrer Mutter hat. Ich fand sie sehr unsympathisch, doch ich bin mir sicher, dass durch sie die Geschichte sehr bereichert und vorangetrieben wurde.
Catolis, die Magierin oder auch die Großmeisterin der Zeit, fand ich besonders am Anfang sehr kalt und unberührt.
Dieser Eindruck durch ihre sehr gefühlslose Sicht hält sich sehr lang, nur am Ende lassen sich leicht menschliche Züge erahnen.
Insgesamt fand ich vor allem die Protagonisten sehr gut herausgearbeitet, Nebencharaktere werden eher am Rande erwähnt, auch wenn sie nicht blass sind und irgendwie auch immer präsent.

Fazit: Ein schöner und umfassender Fantasy-Roman, der durch Idee, die Protagonisten und Handlung begeistert. Allerdings hat sich für mich die Geschichte durch den Schreibstil sehr gezogen, sodass ich wirklich sehr lange zum Lesen brauchte. Dennoch werde ich auf jeden Fall den 2. lesen, denn ich möchte gern wissen, wie die Geschichte sich weiterentwickelt. 
Für Fantasy-Fans auf jeden Fall ein Lesetipp

Gute 3 von 5 Sternen

Anna

Kommentare:

  1. Hey, du hast es also geschafft. Habe schon sehnsüchtig auf deine Rezi gewartet die mir sehr gefällt. Aber irgendwie schreckt sie mich jetzt ab. Ich glaube, dass Buch wandert auf meine WuLI aber eher etwas weiter unten😀

    LG

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    1. Hmm, ja, eigentlich war es ja ganz in Ordung, aber es hat mich einfach nicht in seinen Bann gezogen^^

      LG<3

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  2. Mhhh,
    steht auf meiner Wunschliste, hat aber keinen so hohen Rang. Bin mir da ziemlich unsicher, Längen sind immer doof, aber jeder empfinden sie als anders. Ich persönlich nehme sie oft bei Büchern war, wo andere sie nicht empfinden und anders rum^^

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    1. Tja, dann musst du dir wohl ein eigenes Bild machen ;-)

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