[LESETIPP] Rezension: Unter Toten


Rezension: Unter Toten

Quelle: Heyne
Buchinfos:

Autor: D. J. Molles
Seitenzahl: 498
Verlag: Heyne

Unter Toten-Trilogiem
Band 1 von 3

Preis TB: 8,99€
Preis eBook: 7,99€

Hier zu kaufen/ Leseprobe:


Klappentext

Captain Lee Harden ist in einem Bunker tief unter der Erde stationiert. Seine Aufgabe: Im Katastrophenfall für Ordnung und Sicher heit sorgen und gegebenenfalls eine neue Re gierung installieren. Als der Kontakt zu seinem Vorgesetzten abreißt, tritt der Ernstfall ein. Er muss dreißig Tage unter der Erde ausharren, bevor er seinen Anweisungen zufolge den Bunker verlassen darf. Was ihn oben erwartet, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: Zombiehorden haben alles vernichtet. Doch Harden gibt nicht auf.

Meine Geschichte zum Buch:

Ewig lag es bei mir im Ungelesen-Regal, wofür ich mich auch echt schäme, denn es ist liebenswerterweise ein Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag. Vielen Dank!
Ich sag nur, dass ich die knapp 500 Seiten an EINEM Tag durchgelesen habe. Es ist wirklich ein echter Geheimtipp von mir.
Aber nun lest selbst :D

Cover
Irgendwie ganz schön, man merkt worum es geht, dennoch nicht das Non-Plus-Ultra.
Meinung
Idee/Handlung
Es geht um Lee, der für den Fall einer Katatstrophe ausgebildet wurde, eine neue Regierung/Zivilisation aufzubauen.
Die Idee hat mir super gefallen, es wurde sehr realistisch rübergebracht. Wie man vielleicht schon erraten hat, geht es um Zombies. Das Witzige ist, dass im Klappentext von Zombies geredet wird, in dem Buch das Wort aber nicht ein einziges Mal auftaucht.
Sie werden nur "Infizierte" genannt, denn es handelt sich um eine Krankheit, abgekürzt FURY. Die Krankheit wurde gut beschrieben und ich konnte erstaunlicherweise keine Logik-Fehler finden.
 Der Autor hat es wirklich sehr glaubhaft rübergebracht und von Trash-Literatur kann man nicht im geringsten sprechen.
Die Geschichte ist sehr actionreich und fesselnd, man ist genau wie Lee im Geschehen. Man leidet mit ihm, als der Kontakt abbricht, das Internet wie leer gefegt ist und man sogar in dem tiefen Bunker merkt, wie die Zivilisation nicht mehr existiert.
Man geht mit ihm zum ersten Mal an die Oberfläche, erlebt dieselben Schocks und man wird förmlich in das Buch gesaugt.
Zum Glück war es auch nicht so gruselig wie ich dachte, brutal ja, aber nicht wirklich gruselig. Ich habe mich wirklich oft erschrocken, und bin fasziniert wie der Autor das Thema umgesetzt hat. Die Probleme waren nicht die Infizierten allein, sondern auch die Menschen, die überlebten. Sogenannte "Warlords", die sich nunmal heraus kristallisieren hat man kennen gelernt, zudem auch noch sehr bewegende Geschichten erfahren, wie die der Nachbarn, den Petersons, oder die Geschichten von Sam, Angela und Abby.
Am Ende gab es noch eine knapp 100-seitige Extrageschichte, die ich auch sehr gelungen fand.
Sie erzählt die Anfänge der Krankheit aus der Sicht eines jungen Paares, Clyde und Haley. Ich fand sie war eine schöne Ergänzung, hätte aber nicht sein müssen. 
-> Eine wirklich geniale Umsetzung eines vermeintlich klischeehaften Themas. Mein erstes Zombie-Buch und höchstwahrscheinlich das Beste, was ich jemals lesen werde

Schreibstil
Es wird aus Lees Sicht erzählt, in der 3. Person.
Die Kampfszenen wurden sehr bildlich erzählt, teils brutal, aber sehr mitreißend, als ob man im Kampfgeschehen wäre.
Obwohl es vermeintlich ein rohes, gewalttätiges Buch ist, fehlten dennoch nicht die Gefühle.
Zum Einen die Geschichten von Überlebenden sowie die Gefühle und Gedanken von Lee, der einem so unglaublich sympathisch wird. 
Außerdem gibt es ein Wort der Geschichte, das praktisch in jedem Satz vorkommt: Dehydration.
Lee macht sich so viele Gedanken darum, klar es ist sehr wichtig, aber das fand ich auf jeden Fall zeichnend :D
Immer wenn ich dieses Wort nun höre, denke ich automatisch an das Buch :D
-> Mitreißend, fesselnd und gefühlvoll. Ich bin begeistert.

Charaktere
Lee Harden, ein etwas älterer (ca. 30) Mann, ehemaliger Soldat, wurde ausgebildet um im Falle einer Katastrophe, hier die Pandemie, eine neue Regierung aufzubauen.
Man spürt, dass er nicht der knallharte Typ ist wie er zu sein scheint, sondern ihn auch die Verzweiflung packt, angesichts der neuen Welt. Schon vorher, als er im Bunker ausharren muss, spürt man seine Furcht und Nervosität. Er war mir durchgehend sympathisch und ich konnte mich super in ihn hineinversetzen.
Dennoch ist er nicht das verweichlichtete Weichei, sondern ist in den entscheidenen Momenten mutig, klug und sehr kreativ.
Die Nebencharaktere, z. B. Jack, Angela, Abby und Sam, haben der Geschichte interessante Extra-Storys gegeben und wichtige Informationen nachgeliefert. Sie waren verschieden, manchmal undurchsichtig und NICHT blass.
->Toller Charaktere, besonders der Protagonist überzeugt auf ganzer Linie

Fazit: Ein echter Geheimtipp! Das Buch ist sehr vielschichtig und mitreißend und stellt eine Zombie-Apokalypse sehr überzeugend und beängstigend realistisch da. 
Ich bin unglaublich gespannt auf die Fortsetzung, und kann es kaum erwarten.
Es gehört nun zu meinen Favoriten!

5 von 5 Sternen + Lieblingsbuchstatus


Anna

1 Kommentar:

  1. Oha, Lieblingsbuchstatus.
    Um das Buch bin ich auch schon rum geschlichen, hab dann aber ein paar eher verhaltene Rezis gelesen und es dann sein lassen. Aber ich hab ja grad so ne Zombie Phase, da wäre es wohl was für mich^^
    Liebe Grüße
    Tanja

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